Aktuelles und Veranstaltungen

16. August 2021

6. IPCC-Bericht

Laut des neuen Weltklimaberichts (IPCC) ist bereits im Jahr 2030, somit zehn Jahre früher als bisher prognostiziert, mit der Überschreitung der 1,5 Grad-Marke zu rechnen. Der dritte Teil des Sachstandberichts, welcher erst im März 2022 veröffentlicht werden sollte, wurde bereits jetzt durch eine kleine Gruppe von Wissenschaftler:innen in Zusammenarbeit mit dem spanischen Journalisten Juan Bordera veröffentlicht. Grund hierfür war die Sorge, dass die Schlussfolgerungen des Berichts durch die bestimmte Entscheidungsträger:innen verwässert werden könnten. Der geleakte Bericht macht deutlich, dass für die Menschen, insbesondere im Globalen Norden, kein Weg an einer Veränderung des Lebensstils vorbeiführt. Des Weiteren müssen die globalen Treibhausgasemissionen in spätestens vier Jahren ihren Höchststand erreichen, um das 1,5-Grad Ziel zu erreichen.

Harvey, Fiona & Tremlett, Giles (2021): Greenhouse gas emissions must peak within 4 years, says leaked UN report. The Guardian. Onlineausgabe vom 12.08.2021. Online unter: https://www.theguardian.com/environment/2021/aug/12/greenhouse-gas-emissions-must-peak-within-4-years-says-leaked-un-report (letzter Zugriff: 16.08.2021).

Tagesschau (2021): Kritische Marke bereits 2030 erreicht. Onlineausgabe vom 09.08.2021. Online unter: https://www.tagesschau.de/ausland/europa/weltklimarat-bericht-klimawandel-101.html (letzter Zugriff: 16.08.2021).

16. August 2021

Die Klimakrise vor der Haustür

Wie wirkt sich die Klimakrise auf das Temperatur- und Niederschlagsregime in unserer direkten Nachbarschaft aus? Mithilfe des SZ-Klimamonitors, der auf Daten des Deutschen Wetterdienstes basiert, können Sie ein Gefühl dafür bekommen, wie sich das Wetter in den vergangenen 30 Jahren (1981-2010) vor Ihrer Haustür verändert hat.

30. April 2021

Das Bundesverfassungsgericht bestätigt – Das Klimaschutzgesetz ist teils verfassungswidrig!

Ein Erfolg für alle Klimaschützer:innen! Nach Ansicht des Bundesverfassungsgerichts ist das deutsche Klimaschutzgesetz aus dem Jahr 2019 teils nicht mit den Grundrechten vereinbar, da es die Freiheitsrechte junger Menschen und künftiger Generationen einschränke (Artikel 20a des Grundgesetzes). Eine Begrenzung der globalen Durchschnittstemperatur auf 1,5 Grad sei nur noch mit immer drastischeren Maßnahmen realisierbar. Der Gesetzgeber ist nun bis Ende 2022 dazu verpflichtet die Minderungsziele der Treibhausgasemissionen ab 2031 entsprechend zu regeln. Wie der Richter darauf hinweist, könnten zukünftig selbst gravierende Freiheitseinbußen zum Schutz des Klimas verfassungsrechtlich gerechtfertigt sein.  Weitere Informationen unter Tagesschau

17. Februar 2021

Fastenaktion „Spielraum – 7 Wochen ohne Blockaden“

Die diesjährige Fastenaktion der evangelischen Kirche fand unter dem Motto „Spielraum – 7 Wochen ohne Blockaden“ statt. An jeweils fünf (Dienstag-)Abenden wurden verschiedene Wege aufgezeigt, um die eigene CO2-Bilanz zu verringern. Vor dem inhaltlichen Input um 19:00 Uhr bestand bereits ab 18:30 Uhr die Möglichkeit mit anderen Teilnehmer:innen in Austausch zu treten. Die Veranstaltungen waren kostenfrei. Die Fastenaktion erfolgte in Zusammenarbeit mit der Energie-Klima-Allianz Forchheim, Katholischen Erwachsenenbildung Bayreuth Stadt & Land und Forchheim, Universität Bayreuth Forum 1.5 und Volkshochschule Bayreuth & Pegnitz. 

Update: Wir möchten uns für die rege Teilnahme an den Veranstaltungen bedanken und hoffen, dass sowohl durch den inhaltlichen Input als auch direkten Austausch zwischen den Teilnehmer:innen und Referent:innen neue (Handlungs-)Impulse gesetzt werden konnten!

21. Oktober 2021

bis30auf30 ist gestartet!

Die Auftaktveranstaltung am 20. Oktober 2020 fand wegen der steigenden Coronazahlen virtuell statt. Hier geht’s zum Video. 

Was hat es mit der Bildungsinitiative auf sich?

Der Hintergrund

Die Steigerung der Resilienz der Gesellschaft zählt, angesichts der existenzbedrohenden Krisen, zu den drängendsten Aufgaben unserer Zeit. Entschiedenes Handeln ist auf allen staatlichen Ebenen und in allen gesellschaftlichen Bereichen zwingend erforderlich. Um Verletzlichkeiten des Systems zu verringern und die Verschärfung der Klimakrise zu verhindern, müssen die Treibhausgasemissionen in den kommenden zwei Jahrzehnten auf Netto-Null sinken.

Der notwendige Transformationsprozess zu einer resilienten, ressourcenschonenden und klimaneutralen Entwicklung fordert alle Menschen gleichermaßen. Um den Zusammenhalt in der Gesellschaft und die Demokratie als Staatsform dabei nicht zu gefährden, ist ein solidarisches Miteinander, bei der Einleitung eines kulturellen Wandels, gefordert. Neben der Veränderung von Verhaltens- und Konsummustern müssen nachhaltige Produktionsweisen jenseits zerstörerischer Wachstumsmechanismen und Profitlogiken fortan gesamtgesellschaftlich akzeptiert und unterstützt werden. Der kulturelle Wandel, der unabhängig von den technologischen Entwicklungen erforderlich ist, setzt unter anderem bei den individuellen Verhaltensmustern an. Auf Kommunalebene können, angesichts der Nähe zu den Bürger:innen, wesentliche Stellhebel zur Gestaltung dieser vielfachen Wenden identifiziert werden.

Die Idee

Die Veränderung von Konsummustern, Verhaltens- und Wirtschaftsweisen ist eine gesellschaftliche Aufgabe und ein strategischer Prozess, der Orientierung und Begleitung braucht. Die Bildungsinitiative bis30auf30 zielt darauf ab, lokale Lerngruppen aus Einzelpersonen, Wohn- und Lebensgemeinschaften, Familien, Unternehmen und anderen Institutionen zu bilden, die in ihrer Lebensführung oder in ihrem Geschäftsmodell einen Beitrag zum Klimaschutz leisten wollen.

Auf lokaler Ebene sollen resiliente, ressourcenschonende und treibhausgasneutrale Lebensweisen schrittweise aus gesellschaftlichen Nischen herausgeholt, gebündelt und zugänglich gemacht werden. Einrichtungen der Erwachsenenbildung und anderer am Gemeinwohl orientierter Organisationen schaffen eine Unterstützungsstruktur, die ein kontinuierliches Arbeiten an den kulturellen Veränderungsprozessen ermöglicht. Da die Realisierung von Resilienz- und Reduktionsstrategien zeit- und arbeitsintensiv sind, bedarf es interessierter Bürger:innen, die diese Aufgabe noch heute angehen.

Meine CO2-Bilanz

Die CO2-Bilanz zeigt die Summe an Kohlenstoffdioxid-Emissionen an, die direkt oder indirekt durch individuelle Verhaltens- und Konsummuster verursacht werden. Der Verbrauch in Deutschland liegt, nach Angaben des Umweltbundesamtes, derzeit pro Person und Jahr bei rund 11,6 Tonnen. Ziel ist es, diesen Wert auf unter eine Tonne abzusenken. Um wirkgenaue Maßnahmen ergreifen zu können, sollten zunächst die Bereiche des alltäglichen Lebens identifiziert werden, wo Einsparungen realisierbar sind. Der CO₂-Rechner von KlimAktiv ermöglicht eine solche individuelle CO2-Bilanzierung.

Neben der Ermittlung der CO2-Bilanz besteht die Möglichkeit sich kurz-, mittel- und langfristige Szenarien errechnen zu lassen, die Auskunft über die Zeithorizonte von individuellen und gesellschaftspolitischen Maßnahmen geben.

Welche Bildungseinrichtungen nehmen teil?

Lücke

  • Energie- und Klima-Allianz Forchheim e.V., Am Schellenberg 3, 91391 Forchheim
  • Landkreis Bayreuth  Klimaschutzmanagement, Markgrafenallee 5, 95448 Bayreuth
  • Volkshochschule Pegnitz, Hauptstraße 37, 91257 Pegnitz
  • Volkshochschule Bayreuth, Richard-Wagner-Straße 21, 95444 Bayreuth
  • Evang. Bildungswerk Oberfranken-Mitte e.V., Richard-Wagner-Str. 24, 95444 Bayreuth
  • KEB: Katholisches Erwachsenenbildungswerk Landkreis Forchheim, St.-Martin-Str. 3, 91301 Forchheim
  • KEB Stadtbildungswerk Nürnberg e. V., Königsstraße 64, 90402 Nürnberg
  • Katholische Erwachsenenbildung Ansbach-Neustadt/Aisch e. V., Karolinenstraße 28, 91522 Ansbach
  • KEB – Katholische Erwachsenenbildung in der Stadt und im Landkreis Bayreuth e.V, Schulstraße 26, 95444 Bayreuth
  • Landesstelle der Katholischen Landvolkbewegung (KLB) Bayerns e.V., Kriemhildenstraße 14, 80639 München