Hintergrund

Sei es die Corona-Pandemie, Hitzewellen und Dürre, Flutkatastrophen – Der Klimawandel betrifft und fordert uns Menschen inzwischen alle. Um eine Verschärfung der Klimakrise zu verhindern, müssen wir lernen, wie wir ressourcenschonend und ohne Ausstoß von Treibhausgasen, solidarisch miteinander leben. Das erfordert Mut zur Veränderung und entschiedenes Handeln auf allen staatlichen Ebenen und in allen gesellschaftlichen Bereichen.

Mit Bis30Auf30 wollen wir diesen gesellschaftlichen Lernprozess begleiten und strategische Veränderungen hin zu einen klimaneutralen und solidarischen Gesellschaft unterstützen. Die Bildungsinitiative Bis30Auf30 zielt darauf ab, lokale Lerngruppen zu bilden, die in ihrer Lebensführung oder in ihrem Geschäftsmodell einen Beitrag zum Klimaschutz leisten wollen. Den Einstieg dazu leistet der Kurs „Klimafreundlich Leben – Bis30auf30“

Warum bis 2030 auf 30%?

Das Ziel „Bis30auf30“ orientiert sich am Pariser Klimaschutzabkommen die Erderhitzung möglichst auf 1,5 Grad zu beschränken und in jedem Fall deutlich unter 2 Grad zu bleiben. Der Sachverständigenrat für Umweltfragen SRU hat berechnet, wie viele Treibhausgas-Emissionen pro Kopf noch ausgestoßen werden könnten, wenn dieses Ziel erreicht werden soll (Fragen und Antworten zum CO₂-Budget). Um dieses Restbugdet einzuhalten und die Erderwärmung mit einer Wahrscheinlichkeit von 50% deutlich unter 1,5 Grad zu begrenzen, müssen die THG-Emissionen ab 2023 pro Jahr um mindestens 14% reduziert werden. Damit würden wir bis 2032 bei Netto-Null-Emissionen landen. Soll die Erwärmung mit einer Wahrscheinlichkeit von 67% bei 1,75 Grad bleiben, muss die Netto-Null spätestens in der zweiten Hälfte der 2030er Jahre erreicht werden. Bis 2030 auf 30% des heutigen Ausgangswert zu kommen bedeutet, sich auf den Weg zu machen und das Pariser Klimaschutzabkommen einzuhalten.

Aktuelles und Veranstaltungen

10. Februar 2022

bis30auf30 Block B

Der Termin des zweiten thematischen Blocks zur Didaktik und Umsetzung der Didaktik findet eintägig am Donnerstag, dem 10.02.2022 online statt. Offizieller Beginn ist 10:00 Uhr. Die Veranstaltung wird voraussichtlich gegen 16:30 Uhr enden. Die Tagesordnung sowie die Zugangsdaten sind im angefügten Programm einsehbar.

Sollten Sie Interesse an einer Teilnahme haben, melden Sie sich vorab bitte bei Katharina Reimann (katharina.reimann@uni-bayreuth.de).

16. August 2021

6. IPCC-Bericht

Laut des neuen Weltklimaberichts (IPCC) ist bereits im Jahr 2030, somit zehn Jahre früher als bisher prognostiziert, mit der Überschreitung der 1,5 Grad-Marke zu rechnen. Der dritte Teil des Sachstandberichts, welcher erst im März 2022 veröffentlicht werden sollte, wurde bereits jetzt durch eine kleine Gruppe von Wissenschaftler:innen in Zusammenarbeit mit dem spanischen Journalisten Juan Bordera veröffentlicht. Grund hierfür war die Sorge, dass die Schlussfolgerungen des Berichts durch die bestimmte Entscheidungsträger:innen verwässert werden könnten. Der geleakte Bericht macht deutlich, dass für die Menschen, insbesondere im Globalen Norden, kein Weg an einer Veränderung des Lebensstils vorbeiführt. Des Weiteren müssen die globalen Treibhausgasemissionen in spätestens vier Jahren ihren Höchststand erreichen, um das 1,5-Grad Ziel zu erreichen.

Harvey, Fiona & Tremlett, Giles (2021): Greenhouse gas emissions must peak within 4 years, says leaked UN report. The Guardian. Onlineausgabe vom 12.08.2021. Online unter: https://www.theguardian.com/environment/2021/aug/12/greenhouse-gas-emissions-must-peak-within-4-years-says-leaked-un-report (letzter Zugriff: 16.08.2021).

Tagesschau (2021): Kritische Marke bereits 2030 erreicht. Onlineausgabe vom 09.08.2021. Online unter: https://www.tagesschau.de/ausland/europa/weltklimarat-bericht-klimawandel-101.html (letzter Zugriff: 16.08.2021).

16. August 2021

Die Klimakrise vor der Haustür

Wie wirkt sich die Klimakrise auf das Temperatur- und Niederschlagsregime in unserer direkten Nachbarschaft aus? Mithilfe des SZ-Klimamonitors, der auf Daten des Deutschen Wetterdienstes basiert, können Sie ein Gefühl dafür bekommen, wie sich das Wetter in den vergangenen 30 Jahren (1981-2010) vor Ihrer Haustür verändert hat.

30. April 2021

Das Bundesverfassungsgericht bestätigt – Das Klimaschutzgesetz ist teils verfassungswidrig!

Ein Erfolg für alle Klimaschützer:innen! Nach Ansicht des Bundesverfassungsgerichts ist das deutsche Klimaschutzgesetz aus dem Jahr 2019 teils nicht mit den Grundrechten vereinbar, da es die Freiheitsrechte junger Menschen und künftiger Generationen einschränke (Artikel 20a des Grundgesetzes). Eine Begrenzung der globalen Durchschnittstemperatur auf 1,5 Grad sei nur noch mit immer drastischeren Maßnahmen realisierbar. Der Gesetzgeber ist nun bis Ende 2022 dazu verpflichtet die Minderungsziele der Treibhausgasemissionen ab 2031 entsprechend zu regeln. Wie der Richter darauf hinweist, könnten zukünftig selbst gravierende Freiheitseinbußen zum Schutz des Klimas verfassungsrechtlich gerechtfertigt sein.  Weitere Informationen unter Tagesschau

17. Februar 2021

Fastenaktion „Spielraum – 7 Wochen ohne Blockaden“

Die diesjährige Fastenaktion der evangelischen Kirche fand unter dem Motto „Spielraum – 7 Wochen ohne Blockaden“ statt. An jeweils fünf (Dienstag-)Abenden wurden verschiedene Wege aufgezeigt, um die eigene CO2-Bilanz zu verringern. Vor dem inhaltlichen Input um 19:00 Uhr bestand bereits ab 18:30 Uhr die Möglichkeit mit anderen Teilnehmer:innen in Austausch zu treten. Die Veranstaltungen waren kostenfrei. Die Fastenaktion erfolgte in Zusammenarbeit mit der Energie-Klima-Allianz Forchheim, Katholischen Erwachsenenbildung Bayreuth Stadt & Land und Forchheim, Universität Bayreuth Forum 1.5 und Volkshochschule Bayreuth & Pegnitz. 

Update: Wir möchten uns für die rege Teilnahme an den Veranstaltungen bedanken und hoffen, dass sowohl durch den inhaltlichen Input als auch direkten Austausch zwischen den Teilnehmer:innen und Referent:innen neue (Handlungs-)Impulse gesetzt werden konnten!

21. Oktober 2021

bis30auf30 ist gestartet!

Die Auftaktveranstaltung am 20. Oktober 2020 fand wegen der steigenden Coronazahlen virtuell statt. Hier geht’s zum Video.