• Fahrrad: Das Fahrrad bietet die Möglichkeit meist kürzere Strecken schnell, kosteneffizient und umweltfreundlich zurückzulegen. Für den Fall das kein eigenes Fahrrad zur Verfügung steht oder man sich in einer anderen Stadt aufhält, kann man alternativ auf öffentliche Fahrradverleihsysteme (hier: auch Lastenfahrräder) zurückgreifen. Elektroräder, die zwischen 55 und 75 Kilogramm an CO2-Emissionen je Kilowattstunde verursachen, haben nur dann einen Umweltnutzen, wenn sie ein Auto, nicht jedoch ein normales Fahrrad oder einen Spaziergang, ersetzen. Des Weiteren sollten auch die positiven Effekte des Fahrradfahrens auf die Gesundheit berücksichtigt werden.
  • Bus und Bahn: Der öffentliche Personennahverkehr zählt, angesichts einer Auslastung von rund 70 Prozent (Besetzungsquote Auto: 1,3 bis 1,4), nach dem Fahrrad zu der umweltfreundlichsten Mobilitätsalternative. Je mehr Menschen die Öffentlichen nutzen, desto mehr verbessert sich auch die Umweltbilanz pro Person. Wer ein Jahr lang (220 Tage) anstatt mit dem Auto mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zur Arbeit fährt, kann bei einer Entfernung von 25 Kilometern rund 3.700€ und 320 Kilogramm an CO2 einsparen. Diese Zeit kann, anders als vorher, aktiv für andere Dinge genutzt werden. Die schnellsten Verbindungen sowie mögliche Verspätungen können über Apps und Websites der Verbünde eingesehen werden.
  • Fahrkarten: Um einerseits Ressourcen (hier: Papier, Tinte) und andererseits sich den Stress mit defekten Automaten zu ersparen, sollten Fahrkarten bereits vor Reiseantritt online gekauft werden. Welche Verkehrsverbünde E-Tickets anbieten, kann hier eingesehen werden.
  • Fahrkosten: Die Deutsche Bahn und die verschiedenen Verkehrsverbünde bieten eine Vielzahl an Zeit- und Gruppenkarten sowie Spartarifen an. Welches Angebot sich am besten eignet, erfährt man im Internet oder an den jeweiligen Informationsschaltern. Interessant für Familien mit Kindern: Kinder unter 15 Jahren fahren in Begleitung mit einem Eltern- oder Großelternteil kostenlos mit, wenn es zuvor beim Kauf angegeben und auf der Fahrkarte vermerkt wurde. Kinder unter 6 Jahren benötigen keine eigene Fahrkarte.
  • Fahrgemeinschaften: Fahrgemeinschaften eignen sich besonders für Berufspendler:innen, stellen aber auch im alltäglichen Leben eine sinnvolle Alternative dar, um Kosten und CO2 einzusparen. Über kostenlose und gebührenpflichtige Mitfahrbörsen können neue Mitfahrer:innen gefunden werden. Welches Portal am besten zu dir und deinen Bedürfnissen passt, finden du hier.
  • Car Sharing: Car Sharing stellt eine gute Alternative für diejenigen dar, die über kein Auto verfügen oder öfters unterschiedliche Fahrzeuggrößen benötigen. Über den Bundesverband Car Sharing können Angebote in der Nähe bundesweit eingesehen werden. Für diejenigen, die ihr Auto nicht regelmäßig nutzen, besteht die Möglichkeit dieses an andere Privatpersonen zu verleihen. Zu den bekanntesten Plattformen zählen hier SnappCar, drivy, Turo und GETAWAY. Neben der Verbesserung der Parksituation in Ballungszentren und der der eigenen CO2-Bilanz können dadurch auch die individuellen Betriebskosten, durch deren Aufteilung auf mehrere Nutzer:innen, deutlich reduziert werden. Zunächst sollten jedoch die Versicherungsoptionen geprüft werden, um zu erfahren, ob und inwieweit die eigene Versicherung diese Fremdnutzung erlaubt oder ausschließt.
  • Park & Ride: Dieses Angebot lohnt sich besonders für diejenigen, die von außerhalb der Stadt kommen und innerstädtische Staus sowie langwierige Parkplatzsuchen umgehen möchten.
  • E-Autos: Es gilt: Vermeiden, nicht verlagern. Elektrofahrzeuge sind kein Allheilmittel. Die Kritik richtet sich insbesondere an den hohen Energieverbrauch und Ausstoß von Treibhausgasen bei der Produktion. Aus Aspekten des Klimaschutzes besitzen E-Autos jedoch bereits heute erhebliche Vorteile, die sich mit der Steigerung des Anteils an erneuerbaren Energien an der Stromerzeugung noch weiter ausbauen ließen. Eine neue Studie von Wissenschaftler:innen von der Technischen Universität Eindhoven in den Niederlanden legt nahe, dass Elektrofahrzeuge bereits heute weniger als die Hälfte der Treibhausgase im Vergleich zu Fahrzeugen mit fossilen Brennstoffen ausstoßen.
  • Verringerung des Kraftstoffverbrauchs:
    • Fahrverhalten: Vorausschauendes Fahren (hier: defensive Fahrweise, Einhalten von Sicherheitsabständen, Rechnen mit Fehlern von anderen Verkehrsteilnehmer:innen) trägt einerseits zu mehr Sicherheit im Straßenverkehr bei und führt andererseits, durch das Vermeiden von kontinuierlichen Bremsaktionen, zu einer Senkung des Spritverbrauchs. Bei einem Benzinverbrauch von 8 Litern pro 100 Kilometer können auf einer Strecke von 10.000 Kilometern jährlich rund 160 Liter Benzin, 230 Euro und 400 Kilogramm CO2 eingespart werden.
      • Reifendruck: Ist der Reifendruck bereits 0,5 bar zu tief, erhöht sich, neben dem Verschleiß, auch der Kraftstoffverbrach um rund 5 Prozent. Mit dem richtigen Reifendruck könnte man die eigene CO2-Bilanz jährlich um 140 Kilogramm an CO2 senken und rund 84 Euro einsparen.
      • Kofferraum und Dachgepäckträger: Ausmisten spart Kraftstoff. Die Dinge, die sich über Wochen, Monate und Jahre im Auto angesammelt haben, kosten, wenn man sie nicht entfernt, einen Liter Kraftstoff pro 100 Kilometer. Selbiges gilt auch für Dachgepäckträger, die nach Gebrauch nicht sofort abmontiert werden.
      • Heizung und Klimaanlage: Schalte Heizungen und Klimaanlagen nur dann ein, wenn es wirklich notwendig ist. Auf diesem Weg können bis zu 13 Prozent an CO2-Emissionen eingespart werden.
  • Kurze Anreisewege: Deutschland und Europa hat einiges zu bieten. Um das Bedürfnis nach schönen Naturlandschaften oder architektonisch beindruckenden Städten zu befriedigen, bedarf es nicht zwingend mehrstündiger Interkontinentalflüge. Lern- und Selbsterfahrungen können auch nicht unweit der eigenen Haustür erworben werden. Sollte man dennoch nicht von Fernreisen absehen wollen, sollte man zumindest nur einmal alle paar Jahre verreisen und dann mehr Zeit Vorort einplanen.
  • Anreise mit Bus und Bahn: Der Einfluss des globalen Flugverkehrs liegt, nach aktuellen Studien, derzeit bei rund 4,9 Prozent. Neben Kohlenstoffdioxid werden auch andere Stickoxide in die Luft ausgestoßen. Bus und Bahn bieten hier eine Alternative. Die Kritik, die angesichts der objektiven Verlängerung der Fahrtzeit geäußert wird, ist häufig unbegründet, da langwierige Sicherheitskontrollen und Aufenthaltszeiten am Gate und im Flughafen grundsätzlich nicht in die Gesamtreisedauer miteingerechnet werden.
  • Mobilität vor Ort: Eine emissionsfreie /-arme und gesundheitsfördernde Fortbewegung im Urlaubsort gelingt, wenn die Strecken zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zurückgelegt werden. Touristentickets, die von einer Vielzahl von Städten und Regionen angeboten werden, stellen hier eine durchaus lukrative Alternative dar. Wer damit nicht weiterkommt, sollte sich über die lokalen Carsharing-Angebote informieren.
  • Nachhaltige Unterkünfte: Anders als konventionelle verpflichten sich nachhaltige Hotels dazu bestimmte Kriterien einzuhalten. Dazu zählen unter anderem der Einsatz von Strom aus erneuerbaren Energien, der Einkauf regionaler und/ oder biologisch produzierter Lebensmittel, die Etablierung nachhaltiger Abfallwirtschaftskonzepte und die Stärkung sozialverantwortlichen Handelns. Siegel wie TourCert, BioHotels, GreenGlobe, Green Pearls, GreenSign und das Europäische Umweltzeichen bieten eine gute Orientierungsmöglichkeit für Reisende. Des Weiteren sollte darauf geachtet werden, insbesondere kleine, inhabergeführte Hotels zu unterstützen, da diese, anders als internationale Hotelketten, Interesse an dem Erhalt der regionalen Kultur und Naturlandschaft haben.
  • Freiwillige Kompensation: Über den Anbieter Atmosfair besteht die Möglichkeit seine CO2-Emissionen durch Einsparungen an einer anderen Stelle zu kompensieren. Nach der Errechnung der Höhe der klimawirksamen Emissionen werden diese über ein Zertifikat ausgeglichen. Das eingenommene Geld kommt im Anschluss daran Klimaschutzprojekten zu Gute.
  • Homeoffice: Wenn 40 Prozent der Arbeitnehmer:innen an zwei Wochentagen von Zuhause arbeiten würden, könnten jährlich rund 5,4 Millionen Tonnen an CO2 eingespart werden. Neben der Senkung der Emissionen im Verkehrsbereich könnten somit auch Städte, die unter Stau und hohen Abgaswerten leiden, entlastet werden.
  • Finden der Energieverschwender: Welche Geräte verbrauchen am meisten Energie? Wie hoch ist das Einsparpotenzial? Lohnt sich die Neuanschaffung von effizienteren Geräten? Um diese und weitere Fragen beantworten zu können, sollten zunächst die Verbräuche ermittelt werden. Durch Stromzähl-Steckdosen kann man sich einen ersten Überblick verschaffen.
  • Abschalten von Geräten: Um zu verhindern das Netzteile in Pausen oder nach Feierabend noch Strom verbrauchen sollten diese möglichst vom Netz genommen werden. Um das so angenehm und unkompliziert wie möglich zu gestalten, kann man auf schaltbare Steckdosen oder Zeitschaltuhren zurückgreifen. Bei kürzeren Pausen lohnt sich bereits die dauerhafte Aktivierung des Energiesparmodus.
  • Licht: Bewegungsmelder und Schilder, die einen darauf hinweisen, das Licht beim Verlassen des Raumes auszuschalten, können oftmals dazu beitragen Energie einzusparen. LEDs zählen angesichts ihrer Helligkeit, Sparsamkeit, Umwelt- und Energiebilanz (Herstellung bis Entsorgung) und des Verzicht auf umweltschädliches Quecksilber zu den besseren Alternativen zu Glühlampen.
  • Papierverbrauch: Die Menge an Papier, die bundesweit in Büros verbraucht wird, ist erheblich. Die zunehmende Abholzung der Urwälder und der mit dem Herstellungsprozess einhergehende hohe Wasser- und Energieverbrauch wirft die Frage auf, ob das Drucken von Dokumenten notwendig ist oder ob nicht durchaus die digitale Version ausreicht. Sollten dennoch Dokumente gedruckt werden müssen, sollte auf zertifiziertes oder Recyclingpapier zurückgegriffen werden. Siegel wie FSC, PEFC und Blauer Engel bieten hier eine gute Orientierung.
  • Anschaffungen: Beim Kauf neuer Hygieneprodukte, Büroutensilien, (Elektro-)Geräten und Möbeln sollte nicht nur auf die Anschaffungskosten, sondern auch auf die Qualität und den Energieverbrauch geachtet werden. Eine hohe Lebensdauer und Effizienz gelten als wesentliche Nachhaltigkeitskriterien. Oftmals wird vergessen, dass bereits der Herstellungsprozess durch einen hohen Energie- und Ressourcenverbrauch gekennzeichnet ist. Des Weiteren stellt auch das Teilen von Geräten eine ideale Möglichkeit dar Anschaffungs-, Energiekosten und CO2-Emissionen einzusparen.
  • Klimatisierung der Büroräume: Um den Einsatz von Klimaanlagen im Sommer zu vermeiden, sollten folgende Vorkehrungen betroffen werden. Neben dem Anbringen von Sonnenschutzen vor den Fenstern, dem Abschalten von Wärmequellen und dem nächtlichen oder frühmorgendlichen Lüften könnten Unternehmen darüber nachdenken die Arbeitszeiten zu flexibilisieren. Somit könnten die Mitarbeiter:innen die mittägliche Hitze abwarten, um in Anschluss daran weiter produktiv weiterarbeiten zu können. Sollten die Temperaturen unzumutbar werden, sollte auf ein Recht auf hitzefrei nachgedacht werden.
  • Mittagessen: Erfolgt die Verpflegung der Mitarbeiter:innen durch eine Großküche oder Caterer könnte, nach Absprache mit der Geschäftsführung, eine Anpassung des Speiseplans vorgenommen werden.
  • Müll: Es gilt: Trennen ist gut, vermeiden ist besser. Die Installation zentraler Wasserspender, die Ausgabe wiederverwendbarer unternehmenseigener Kaffeebecher, die Wiederverwendung von einseitig bedruckten Papier (Probedrucke, Notizen) und die Anschaffung von Extratonnen für andere Müllarten stellen Möglichkeiten dar den Müll zu reduzieren oder ordnungsgerecht zu entsorgen.
  • Mobilität: Unternehmen können das Mobilitätsverhalten ihrer Mitarbeiter:innen durchaus beeinflussen. Firmenfahrräder, Nahverkehrstickets und Zuschüsse zur Bahncard bieten eine geeignete Alternative zum (Firmen-)Wagen. Sollte dennoch auf das Auto zurückgegriffen werden müssen, sollte über die Gründung von Fahrgemeinschaften nachgedacht werden. Diese verringern einerseits die Entstehung von Staus und fördern andererseits die Kollegialität. Wie die Corona Pandemie gezeigt hat, ist es nicht immer von Nöten Geschäftstreffen in Persona stattfinden zu lassen. Video- und Telefonkonferenzen sind meist zeit-, kosten- und ressourcensparender. Unternehmen könnten des Weiteren darüber nachdenken, die CO2-Emissionen, die trotz der getroffenen Vorkehrungen entstehen, zu kompensieren.
  • Rethink (Überdenken): Das Hinterfragen und Überdenken des individuellen Kosumverhaltens stellt den ersten Schritt in Richtung einer ressourcenschonenden Lebensweise dar.
  • Refuse (Vermeiden): Ist diese Anschaffung wirklich notwendig? Besitze ich diesen oder ähnlichen Gegenstand nicht bereits? Um Impulskäufe zu vermeiden, helfen folgende Ansätze: (1) Vermeide Werbung, da diese oftmals den Kaufwunsch auslöst, (2) Kaufe nur ein, wenn ein konkreter Bedarf besteht, (3) Notiere oder speichere dir interessante Produkte ab. Besteht nach Wochen immer noch Interesse?, (4) Wo soll der Gegenstand verstaut werden? Bereits diese Frage könnte zu Kopfzerbrechen führen. Solltest du die Produkte dennoch haben wollen, versuche sie dir zuerst zu leihen oder ertauschen.
  • Reduce (Reduziere): Es gilt bewusst sparsame, fair produzierte Produkte aus der Region einzukaufen. Dies gestaltet sich, angesichts der fehlenden gesetzlichen Definition des Begriffs Regionalität, oftmals schwierig. Um dennoch echte regionale Produzent:innen zu unterstützen, sollte man sich an folgenden Kriterien orientieren: Geographische Grenzen (Radius von rund 50 Kilometern), Anteil an regionalen Zutaten (wünschenswerter Anteil von rund 95 Prozent) und regionale Wertschöpfung (gesamter Wertschöpfungsprozess, nicht nur Zusammenstellung oder Verpackung). Da jedoch auch regionale Produkte Pestizide enthalten oder chemisch gedüngt sein können, sollte neben der Herkunft auch auf die eine biologische Erzeugung geachtet werden. Durch das Einkaufen in Hofläden, (Wochen-)Märkten und nachhaltigen Geschäften können des Weiteren Plastikverpackungen und Transportwege eingespart und die lokale Wirtschaft gestärkt werden. Green Bayreuth zeigt beispielsweise zahlreiche Alternativen zum Essen und Einkaufen in der Stadt Bayreuth auf.
  • Kleidung: Unter welchen sozialen Bedingungen wurden die Kleidungsstücke produziert? Wie stark wirkt sich der Einsatz von Chemikalien auf die Umwelt und Gesundheit der lokalen Arbeiter:innen aus? Wie hoch ist der Menge an Mikroplastikpartikeln, die durch das Waschen von Synektikfasern in den Wasserkreislauf gelangt? Diese und weitere Fragen lassen sich auf den ersten Blick nur schwer beantworten. Damit ein nachhaltigeres Einkaufserlebnis gelingt, sollten Verbraucher:innen bei Neukäufen auf Textilsiegel achten. Zu den strengsten und unabhängigsten Siegeln auf dem Markt zählen laut Greenpeace (Stand 2018) IVN Best, GOTS, Made in Green von Oeko-Tex.
  • Repair (Reparieren): Anstatt fehlerhafte Gegenstände sofort zu entsorgen, sollten kleinere Reparaturen möglichst selbst durchgeführt werden. Repair-Cafés stellen eine geeignete Anlaufstelle für Interessierte dar. In den Selbsthilfewerkstätten können defekte Alltags- und Gebrauchsgegenstände mit Hilfe fachkundiger Ehrenamtlicher repariert werden. Um von vorherein zu verhindern das Gegenstände sich schneller abnutzen, sollte man sorgsam mit diesen umgehen und bereits beim Kauf auf deren Qualität achten.
  • Reuse (Wiederverwenden): Die Wiederverwendung von Gegenständen des alltäglichen Lebens wie Kleidung, Elektrogeräte, Möbel etc. trägt zur Einsparung von Rohstoffen, Schaffung von Arbeitsplätzen und Etablierung der Kreislaufwirtschaft bei. Über den Reuse-CO2-Rechner kann die Menge an CO2-Emissionen errechnet werden, die eingespart werden könnte (hier: Annahme einer Verdopplung der Lebensdauer durch Weiternutzung). Das Tool steht derzeit nur in den Sprachen Englisch, Spanisch, Katalanisch und Baskisch zur Verfügung.
  • Recycle (Wiederverwerten): Neben der individuellen Aufbereitung alter Produkte/Materialien (hier: Recycling-, Upcycling-Möbel) konnten nach Aussagen des Umweltbundesamtes im Jahr 2020 rund 28 Mio. Tonnen CO2 durch Abfalltrennung und Recycling eingespart werden.

  • Biolandbau: Der Biolandbau weist nicht nur positive Effekte in Hinblick auf die Fruchtbarkeit der Böden und Haltung der Nutztiere auf, sondern trägt, je nach Produkt, zu CO2-Einsparungen von bis zu 50 Prozent bei. Der Verzicht auf Stickstoffdünger als auch Einsatz von Soja aus Südamerika, dessen Produktion vermehrt mit der Abholzung des Regenwalds einhergeht, sind hierbei von besonderer Relevanz.
  • Regionalität: Um lange Lieferwege und Konservierungsstoffe zu vermeiden, lohnt ein Blick auf den Saisonkalender. Es sollte jedoch darauf geachtet werden, dass die Obst- und Gemüsesorten nicht aus Gewächshäusern stammen, da diese, angesichts des hohen Energiebedarfs, über eine schlechte CO2-Bilanz verfügen. Sollte man, abseits der Saison, jedoch nicht komplett verzichten wollen oder können, sollte man nach Möglichkeit biologisch angebaute und fair gehandelte Produkte kaufen. Damit trägt man einerseits zur Reduzierung der Umweltbelastung in den Herkunftsländern und andererseits zur Unterstützung der lokalen Produzent:innen bei. Produkte, die erst eingeflogen werden müssen, sollten bestenfalls vermieden werden.
  • Mehr pflanzliche, weniger tierische Produkte: Anders als pflanzliche haben tierische Produkte, angesichts der benötigten Ressourcen, eine relativ schlechte CO2-Bilanz. Während für ein 200 Gramm Rindersteak rund 2,7 Kilogramm CO2 aufgebracht werden müssen, sind es bei der gleichen Menge an Kartoffeln nur 0,125 Kilogramm CO2. Das ist das 21fache. Auch Milchprodukte und Fleischersatzprodukte sind CO2-intensiv und sollten bestenfalls vermieden werden. Auch wenn ein umfassender Verzicht für dich nicht in Frage kommt, bedenke: Bereits kleine Anpassungen der individuellen Konsum- und Verhaltensmuster können sich positiv auswirken.
  • Mehr Frische: Tiefkühlwaren und Konserven sind im Vergleich zu frischen Lebensmitteln rund zwei bis drei Mal so CO2-intensiv. Die Differenz geht zur einen Hälfte auf die Produktion und den Transport und zur anderen Hälfte auf die Weiterverarbeitung, Lagerung und Zubereitung zurück. Um nicht zwecks subjektiver Zeitersparnis auf industrielle Fertigprodukte zurückzugreifen, ist Vorkochen, auch Meal Prepping, eine durchaus sinnvolle Alternative.
  • Nein zu Lebensmittelverschwendung: Jeder Mensch in Deutschland entsorgt jährlich rund 100 Kilogramm an Lebensmitteln im Müll und belastet somit nicht nur die Umwelt, sondern auch den eigenen Geldbeutel. Anders als Lebensmittel, die das Verbrauchsdatum, können Lebensmittel, die das Mindesthaltbarkeitsdatum überschritten haben, noch Tage bis Wochen danach problemlos verzehrt werden. Des Weiteren besteht die Möglichkeit Lebensmittel zu retten. Bundesweit agierende Initiativen und Unternehmen wie Foodsharing, Too Good to Go und Sirplus bieten für Interessierte eine geeignete Anlaufstelle.
  • Vermeiden von Verpackungsmüll: Das Einkaufen ohne Verpackung rückt immer stärker in den Vordergrund und wird vermehrt auch vom Lebensmitteleinzelhandel aufgegriffen. Das Netz an Unverpacktläden, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, einen Beitrag zur Lebensmittelversorgung der Zukunft zu leisten, wächst immer weiter. Neben dem Erwerb von widerverwendbaren Behältern können auch eigene genutzt werden.
  • Lagerung, Weiterverarbeitung und Einkauf: Neben der Ernährungsweise können auch Veränderungen in der Lagerung, Weiterverarbeitung und dem Einkauf zu einer Reduktion der individuellen CO2-Bilanz beitragen. Effizientere Geräte und klimaneutrale beziehungsweise –schonende Mobilitätsformen stützen diese Bemühungen zusätzlich.
  • Wohnfläche: Im Jahr 2019 lebte jeder Mensch in Deutschland im Durchschnitt auf rund 47 Quadratmetern. Somit auf zwei Quadratmetern mehr als noch im Jahr 2010. Die Tendenz ist weiter steigend. Je mehr Raum wir bewohnen, desto mehr Fläche muss versiegelt und Energie zum Heizen aufgewandt werden. In Hinblick auf Kosten- und Umweltaspekte rentieren sich beispielsweise Mehrfamilien- und Mittelhäuser deutlich mehr als freistehende Eigenheime. Ist der Traum vom Eigenheim wirklich der unsrige oder wird er uns nur von außen herangetragen?
  • Nachhaltige Baustoffe: Häuser, die aus Holz anstelle aus Zement erbaut werden, können als Kohlenstoff-Speicher dienen, da diese den Kohlenstoff aus der Luft aufnehmen, binden und in Sauerstoff umwandeln. Es sollte hierbei darauf geachtet werden, dass das Material aus nachhaltigen Baumbeständen stammt sowie das bereits verarbeitetes Bauholz wiederverwendet wird. Des Weiteren bieten sich auch Ziegel aus Ton, Lehm und Wasser sowie feuchtigkeitsregulierender Kalk- oder Lehmputz als Baustoff an.
  • Grundriss: Offene Wohnbereiche haben in den vergangenen Jahren an Beliebtheit gewonnen. Die offene Form führt jedoch zwangläufig dazu, dass, besonders während der kalten Jahreszeit, weite Teile des Wohnraums beheizt werden müssen. Der Einbau von Schiebetüren könnte hier Abhilfe leisten. Dies würde sich sowohl positiv auf das Umwelt als auch den Geldbeutel auswirken.
  • Wärmedämmung: Um zu verhindern, dass ein Großteil der Wärme durch die Wände, Fenster, Türen, Fußböden und das Dach entweicht, sollte über wärmedämmende Maßnahmen nachgedacht werden. Hausbesitzer:innen (hier: eine vierköpfige Familie) könnten jährlich bis zu zwei Tonnen an CO2 einsparen. Mieter:innen stehen mehrere Optionen offen. Neben der Durchführung eigener kostengünstiger Nachbesserungen wie der Dämmung des Rollladenkastens und Abdichtung/ Wärmedämmung der Fenster und Türen können diese mit einer Sanierungsforderung an die Hausverwaltung oder Vermieter:innen herantreten. Die Kostenumlegung mit bis zu elf Prozent auf die Jahresmiete schreckt jedoch viele Mieter:innen ab, selbst wenn diese von der Modernisierung profitieren würden. Auch der Umsetzung der Maßnahmen sollte auf den Einsatz innovativer, natürlicher Wärmedämmsysteme geachtet werden. Alternative, ökologische Dämmstoffe wie Holzspäne, Zellulose-Dämmstoffe, Flachs, Hanf, Kokosfasern, Korkplatten und Schafwolle bieten ähnlich gute Dämmwerte wie konventionelle Materialien. Über den FördermittelCheck kann nachgeprüft werden, welche Fördermittel für das individuelle Vorhaben abrufen werden können.
  • Reduktion des Warmwasserverbrauchs: Warmwasser ist einer der größten Energiefresser in privaten Haushalten. Durch den Umstieg auf zentrale Heizsysteme, die im Vergleich zu dezentralen Systemen (Durchlauferhitzer, Boiler) kostengünstiger und umweltfreundlicher sind, und den Einsatz von Sparduschköpfen, Perlstrahlern und Durchlaufbegrenzern kann jeder jährlich rund 210 Kilogramm an CO2 einsparen. Über den WasserCheck kann man den individuellen Warmwasserverbrauch errechnen und mit Durchschnittswerten vergleichen.
  • Umweltfreundliche Baustelle: Der Einsatz von emissionsarmen Transport- und Baustellenfahrzeugen, die Verwendung von LED-Strahlern mit Bewegungsmeldern, das Vorsortieren und ordnungsgerechte Entsorgen des Baumülls (nach Beendigung der Bauarbeiten) und das Auffangen des Regenwassers zwecks Verwendung als Baumaterial kann dazu beitragen die CO2-Emissionen bereits auf der Baustelle zu minimieren.
  • Dach- und Fassadenbegrünung: Gebäudebegrünungen zeichnen sich durch mehrere Vorteile aus. Neben der Verbesserung des Mikroklimas im Zuge der Speicherung des Regenwassers und Abkühlung der näheren Umgebung durch Verdunstungseffekte leisten diese einen Beitrag zur Verbesserung der Energieeffizienz, entschärfen stadtökologische Probleme und Auswirkungen des Klimawandels (Starkregenfälle, Hitzewellen) und filtern bis zu 0,2 Kilogramm Staub und Schadstoffpartikeln pro Quadratmeter aus der Luft. Bundesweit existieren derzeit 380 Förderungsmöglichkeiten für Gebäudebegrünungen, wobei es sich bei 87 Prozent um regionale Zuschüsse von Städten und Gemeinden handelt. Welche dir offen stehen, kannst du über die Fördermittelsuche der Foerderdata.
  • RC-Beton: Der Abbau von Ressourcen wie Sand und Kies ist mit einem enormen Eingriff in den Natur- und Wasserhaushalt verbunden und trägt zu der Entstehung und Intensivierung von Nutzungskonflikten bei. Anders als konventioneller Beton enthält RC-Beton anstelle des Kieses aufbereiteten Bauschutt (RC-Gesteinsgranulate).
  • Bauteilbörsen: Bauteilbörsen dienen als Vernetzungspunkte einer regionalen Kreislaufwirtschaft. Durch die Zurverfügungstellung bestehender Bauteile kann die Energie- und Materialeffizienz gesteigert, die Flexibilität und Reparaturfreudigkeit von Gebäuden erhöht, neue Arbeitsplätze geschaffen und regionalansässige Kooperationsgemeinschaften gefördert werden.
  • Gebrauchtmöbel: Von den 2,4 Millionen Tonnen an Sperrmüll, die jährlich in Deutschland anfallen, sind 70 Prozent Altmöbel. Nur rund fünf Prozent dieser werden weiterverarbeitet. Um einen Beitrag zur Müllreduzierung zu leisten, sollte versucht werden die betreffenden Möbelstücke zu spenden oder zu verkaufen. Auf diese Weise profitieren nicht nur Privatpersonen, Initiativen und Vereine, die auf derartige Spenden angewiesen sind, sondern auch die Privatpersonen oder Unternehmen selbst, da diese sich nicht mehr um eine Entsorgung kümmern müssen. Wichtig: Nicht nur die Entsorgung, sondern auch die Anschaffung selbst ist von Relevanz. Man sollte die Sinnigkeit eines jeden neuen Kaufs hinterfragen und gegebenenfalls auf Möbel zurückgreifen, die aus gebrauchten Materialien produziert wurden.
  • Nachhaltige Stromanbieter: Eine Maßnahme stellt der Wechsel zu einem zertifizierten Ökostrom-Anbieter dar. Hier sollte man sich insbesondere an Gütesiegeln wie OK Power Label und Grüner Strom Label orientieren. So können Verbraucher:innen sicherstellen, dass sie einen Anbieter unterstützen, der erneuerbare Energien fördert und an keinen Atom- oder Kohlekraftwerken beteiligt ist. Vor dem Hintergrund der Diskussion um die Energiepreise sollte darauf hingewiesen werden, dass bei Einrechnung der gesamtgesellschaftlichen Mehrkosten (hier: Luftverschmutzung, Gesundheitsschäden, Klimafolgen), die durch fossile und atomare Energieträger entstehen, erneuerbare Energien bereits heute nur ein Drittel der Kosten ausmachen.
  • Photovoltaik: Anders als bei Braunkohle- (1.075 Gramm CO2/kWh) und Steinkohlekraftwerken (830 Gramm CO2/kWh) werden bei der Produktion einer Photovoltaikanlage nur 50 Gramm CO2/kWh freigesetzt. Mit der kontinuierlichen Verkürzung der Energy-Payback-Time (hier: energetische Amortisationszeit einer Photovoltaikanlage) von derzeit 3,6 auf erwartete 2 Jahre produziert eine solche Anlage, bei einer Lebensdauer von 20 bis 25 Jahren, sieben bis zwölfmal so viel Energie wie sie selbst verbraucht. Wie hoch die CO2 Gesamtersparnis ist, hängt im Wesentlichen von zwei Faktoren ab: der Sonneneinstrahlung und dem Strommix vor Ort. Durch die Installation einer durchschnittlichen 3000 Watt Photovoltaikanlage, die 3.000 kWh/Jahr produziert, könnten jährlich rund 2.400 Kilogramm an CO2 eingespart werden. Durch das Solarkataster der Region Bayreuth können Hausbesitzer:innen mit nur wenigen Klicks ermitteln, ob sich eine Investition in Photovoltaik oder Solarthermie lohnt. Des Weiteren besteht die Möglichkeit einen Eignungs-Check Solar bei der Verbraucherzentrale durchzuführen. Da dieser durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert ist, reduzieren sich die Beratungskosten von 312 auf 30 Euro.
  • Einsatz von Thermostaten: Der Einsatz von Thermostaten zur Regulierung der Temperatur ermöglicht es den Nutzer:innen das Raumklima auf die individuellen Bedürfnisse auszurichten. Senkt man die Raumtemperatur in einer Wohnung um nur ein Grad, können jährlich bis zu 160 Kilogramm an CO2 eingespart werden.
  • Austausch von Heizpumpen und hydraulischer Abgleich: Anders als alte passen neue Heizungspumpen, die effizienter und stromsparender sind, ihr Leistung an den individuellen Wärmebedarf an. Ein Austausch dieser ist relativ günstig und rechnet sich bereits nach fünf Jahren. Ebenso ist auch ein hydraulischer Abgleich zu empfehlen, der dafür sorgt, dass sich die Heizwärme optimal im Haus verteilt. Seit August 2016 besteht die Möglichkeit hierfür eine Förderung der BAFA in Anspruch zu nehmen.
  • Heizungstausch: Durch den Austausch alter Kessel durch effiziente Brennwerttechnik oder klimafreundliche Umweltheizungen können jährlich bis zu 83 Prozent an CO2 eingespart werden.
  • Effizient lüften: Die durchschnittlichen Lüftungsverluste belaufen sich auf rund zehn bis 20 Prozent. Durch ein korrektes Lüftungsverhalten, dazu zählt das Quer- und Stoßlüften, können jährlich mindestens 60 Kilogramm an CO2 eingespart werden.
  • Effiziente Haushaltsgeräte: Bei dem Kauf neuer Haushaltgeräte sollte auf die höchsten Effizienzklasse (A+++) geachtet werden. Die Beispiele Kühlschrank, Kühltruhe und Waschmaschine verdeutlichen, dass im Idealfall nur Geräte, die zwölf Jahre und älter sind, ersetzt werden sollten, da bei jedem neuen Herstellungsprozess erneut CO2 Emissionen anfallen. Oftmals helfen bereits kleine Veränderungen. Um nur einige Beispiele zu nennen: LED statt Glühbirne, Mikrowellen und Wasserkocher statt Elektroherd, Geschirrspüler statt Handwäsche und Thermoskanne statt Warmhalteplatte.

  • Nachhaltige Banken: Durch den Wechsel zu einer nachhaltigen Bank kann jeder dazu beitragen, die Abwicklung von Geldgeschäften fairer, ethischer und ökologischer zu gestalten. Durch die hohe Transparenz der Banken können Kund:innen jederzeit nachvollziehen, was mit dem Geld geschieht und wie die Bank arbeitet. Welches Kreditinstitut für dich in Frage kommt, kann im Fair Finance Guide nachgelesen werden.
  • Divestment: Divestment beschreibt den Prozess des sich Trennens von Aktien, Anleihen oder Investmentfonds, die aus ethischen und ökologischen Gesichtspunkten nicht mehr tragbar sind (hier: fossile Energieträger, Atomenergie, Rüstungsindustrie, Menschenrechtsverletzungen). Ziel ist es, neben privaten Anleger:innen auch Unternehmen und Institutionen anzusprechen und zum Handeln zu animieren. Ähnlich wie Banken legen auch (Renten-)Versicherungen das Geld ihrer Kund:innen an, weswegen auch diese überprüft werden sollten. Das Portal Nachhaltig Investieren bietet eine Anleitung zum persönlichen Divestment an.
  • Nachhaltige Geldanlagen (Reinvestment): Es gilt nicht nur zu deinvestieren, sondern auch zu reinvestieren. Um das passende Anlageprodukt zu finden, sollten zuvor einige Vorüberlegungen (Investmentsumme, Ziel der Investition, Laufzeit) getroffen und (Rendite-)Erwartungen abgesteckt werden. Neben der Vielzahl an unterschiedlichen Siegeln erschwert auch das Greenwashing seitens vieler Finanzakteur:innen (Aufnahme des Themas Nachhaltigkeit aus Marketingaspekten) den Entscheidungsprozess der Kund:innen. Der Leitfaden Nachhaltige Geldanlagen des Portals Nachhaltig Investieren bietet einen guten Überblick über die notwendigen Schritte für einen erfolgreichen Reinvestment-Prozess. Solltest du dennoch eine Beratung wünschen oder benötigen, kann man sich an Anlageberater:innen wenden, die im ökofinanz-21 e.V. Netzwerk für nachhaltige Vermögensberatung organisiert sind.
  • Bürgeraktiengesellschaften: Bürgeraktiengesellschaften sind Aktiengesellschaften, die über die Beteiligung von Bürger:innen aus der Region betriebliche Investitionen oder Neugründungen realisieren. Sie zeichnen sich durch ein wirkungsorientiertes Investment aus. Das bedeutet, dass sie auf eine finanzielle Rendite und nicht-finanzielle (sozial, ökologische) Wirkung abzielen. Ein Positivbeispiel stellt die Regionalwert AG Freiburg Durch den Erwerb einer Aktie im Wert von 500 Euro können unter anderem regionale Existenzgründer:innen unterstützt werden. Es handelt sich in erster Linie um eine nachhaltig wertstabile Kapitalanlage, die in Zukunft auch Rendite abwerfen wird. Info: Die Regionalwert AG Oberfranken befindet sich seit Oktober 2019 in Gründung.
  • Crowdinvesting: In den letzten Jahren ist ein Anstieg des Angebots an nachhaltigen Investitions- und Förderobjekten mit ethischen, ökologischen und sozialen Zielen zu verzeichnen. Diese Form des bürgerschaftlichen Finanzierungsmodells zeichnet sich durch eine finanzielle Beteiligung der Anleger:innen am Erfolg des Projekts oder Unternehmens aus. Über nachhaltige Crowdinvesting-Plattformen wie Econeers besteht die Möglichkeit in direkten Austausch mit den Unternehmen und Geschäftsführer:innen zu treten, was diese Form des Investierens besonders transparent macht.
  • Genossenschaftsanteile: Genossenschaften, die eine solidarische Form der Selbsthilfe darstellen, werden in den letzten Jahren verstärkt als Geldanlage diskutiert. Dabei wird häufig vernachlässigt, dass deren Ziel primär in der Förderung sozialer, kultureller und ökologischer Belange, nicht jedoch in der Erzielung von Gewinnen liegt. Auch eine jährliche Dividende ist hier nicht garantiert. Der Erwerb von Genossenschaftsanteilen lohnt sich nur für diejenigen, die mit den Zielen und Werten der Genossenschaft übereinstimmen und ihr Geld langfristig anlegen wollen.