Unsere Lernmodule

Wo kann ich am schnellsten und wirkungsvollsten reduzieren?
Wo brauche ich langfristige Strategien?
Welche Ansätze sind langfristig in meinen Alltag integrierbar?
Um diese zentralen Fragen in den Lerngruppen bearbeiten und diskutieren zu können, wurden neun Lernmodule entwickelt.

1. Ernährung

Unser Umgang mit Lebensmitteln und unsere Art der Ernährung hat erhebliche Auswirkungen auf die Gesellschaft und Umwelt. Ziel des Lernmoduls ist es, alle klimarelevanten Bereiche in der Ernährung (Produktion, Verarbeitung, Transport, Konsum) zu thematisieren, um eine ganzheitliche Betrachtung zu ermöglichen. Die Vermittlung von und der Austausch über Handlungsstrategien zur Senkung der eigenen CO2-Emissionen stehen dabei im Vordergrund.

2. Konsum

Besitz wird in unserer Gesellschaft mit Wohlstand gleichgesetzt. Die ökologischen und sozialen Folgen unseres Konsumverhaltens finden, angesichts der fortschreitenden Klimakrise, zunehmend Beachtung in der Öffentlichkeit, auch wenn konkrete Verhaltensänderungen bislang oftmals ausbleiben. Ziel des Lernmoduls ist es, Gründe sowie Folgen des Konsumverhaltens aufzuzeigen und zu verdeutlichen, wie Aspekte des nachhaltigen Konsums in alle Lebensbereiche integriert werden können, um den Wohlstand von morgen zu sichern.

3. Wohnen, Bauen und Wärme

Der Flächenverbrauch und die -versieglung nehmen in Deutschland weiter zu. Vorangetrieben unter anderem durch den Traum vom Eigenheim. Ziel des Lernmoduls ist es, ressourcen- und umweltschonende Alternativen im Bereich Bauen, Wohnen und Wärme aufzuzeigen. Durch eine aktive Veränderung unseres (Wohn-)Verhaltens können einerseits CO2-Emissionen eingespart und andererseits ein Beitrag zur Überwindung gesellschaftlicher Probleme wie zum Beispiel Einsamkeit geleistet werden. 

4. Strom

Der Ausstieg aus der fossilen Energieversorgung ist durch eine Vielzahl von Konfliktlinien geprägt. Neben der Zunahme bürokratischer Hürden und aufwändiger Genehmigungsverfahren dominieren Aspekte der Versorgungssicherheit und Nimby-Haltung (Not in my backyard) vermehrt die öffentliche Diskussion. Ziel des Lernmoduls ist es, die essenzielle Notwendigkeit des Umstiegs auf erneuerbare Energie und den Nutzen einer dezentralen Energieversorgung hervorzuheben und Wege aufzuzeigen, wie jede:r seinen/ihren Beitrag dazu leisten kann.

5. Wirtschaft

Trotz begrenzter Ressourcen wird weiterhin am Gedanken des ewigen globalen Wachstums festgehalten. Das Aufkommen des Green Growth Konzepts suggeriert, dass sich allein durch politische Maßnahmen das Wirtschaftswachstum aufrechterhalten und Umweltprobleme lösen lassen. Die Anpassung des individuellen Verhaltens wird dabei überflüssig. Im Lernmodul Wirtschaft soll das Thema Suffizienz thematisiert und anhand von Beispielen aufgezeigt werden.

6. Finanzen

Eine wesentliche Stellschraube für den Wandel hin zu mehr Klimaschutz, die häufig übersehen wird, ist die Transformation des Finanzsystems. Durch individuelles Anlageverhalten und Verantwortungsübernahme für das Wirken des eigenen Geldes kann Druck auf die Finanzmarktakteur:innen ausgeübt werden.  Welche Handlungsschritte einem dabei offen stehen, sollen im Rahmen des Lernmoduls Finanzen vermittelt werden. 

7. Mobilität

Der Straßenverkehr ist mit rund 95 % der Hauptemittent im Mobilitätssektor. Die individuelle Mobilität mit dem PKW wird im Globalen Norden als Menschenrecht wahrgenommen. Das führt dazu, dass Umwelt- und Klimafolgen häufig verdrängt oder negiert werden. Im Lernmodul Mobilität sollen bestehende Konfliktlinien aufgearbeitet und Lösungsansätze dargestellt und diskutiert werden, die jede:n dazu befähigen, einen eignen Beitrag zur Transformation des Mobilitätssektors zu leisten. 

8. Planetare Grenzen

Ziel des Lernmoduls Planetare Grenzen besteht im Aufzeigen der engen Wechselwirkungen in unserem Erdsystem. Es geht darum, nicht nur isoliert die CO2-Emissionen und die Klimakrise in den Blick zu nehmen, sondern wahrzunehmen, dass weitere Faktoren unser Überleben gefährden (Artensterben, Stoffkreisläufe, Landnutzungsänderungen) und auf diese Weise ein ganzheitliches Verständnis zu schaffen. Der heimische Wald wird im Rahmen des Moduls als Exkurs herangezogen, um die Veränderungen und Folgen der Klimakrise auf das Ökosystem Wald zu verdeutlichen. 

9. Ethik und Sprache

Im Lernmodul Ethik und Sprache soll der Frage nachgegangen werden, warum viele Menschen, trotz ihres Wissens über die Klimakrise, nichts oder nicht genug tun und wie sich das ändern lässt. Ob und wie eine (klimagerechte) Sprache dazu beitragen kann, alte Gewohnheiten aufzubrechen und klimafreundliche Verhaltensweisen dauerhaft in den eigenen Alltag zu etablieren, soll hier gemeinsam erarbeitet werden.